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Joao Filgueiras Lima - Lelé

Joao Filgueiras Lima - Lelé
A Culture of Materials and the Art of Production

Die Karriere des brasilianischen Architekten João da Gama Filgueiras Lima (Lelé) begann Ende der 1950er-Jahre in enger Zusammenarbeit mit Lucio Costa und Oscar Niemeyer mit der Realisierung Brasilias, der neuen Hauptstadt Brasiliens. Lelés Beitrag  konzentrierte sich hauptsächlich auf die Entwicklung experimenteller Bausysteme aus Stahlbeton und darauf, die Bedürfnisse dieser rasant wachsenden Stadt in der Mitte von Nirgendwo zu erfüllen. Auch in der Zeit der Militärdiktatur setzte er seine Bemühungen fort, seine architektonische Sprache mit industriell gefertigten Bauteilen in Beton und Stahlbeton umzusetzen. Ab den späten 1970er-Jahren, in Zeiten einsetzender politischer Veränderungen, folgten vermehrt Realisierungen staatlicher Einrichtungen wie Schulen in den Favelas, Gesundheitszentren und Krankenhäuser, aber auch Infrastrukturprojekte wie die Planung von Abwassersystemen, Fußgängerbrücken, Busstationen und sogar Möbeln zur Verschönerung des öffentlichen Raums. In vielen Fällen war Lelé nicht nur für das Design, sondern auch für die Durchführung der Baumaßnahmen verantwortlich. Zu diesem Zweck wurden eigens Baufirmen gegründet, die die benötigten Komponenten industriell herstellten. Lelés Suche nach der Möglichkeit, ein Maximum an Qualität mit einem Minimum an Aufwand zu realisieren, gipfelte in einer Architektur, die als „entspannte Intensität“ umschrieben werden kann.

Diese Herangehensweise an die Architektur wurde vom Museu de Casa Brasileira in Sao Paulo in Zusammenarbeit mit der Architektur Fakultät der TU Delft in der Ausstellung “Arquitetura de Lelé: fábrica e invenção”zusammengefasst. Die Ausstellung wurde von Giancarlo Latorraca, Technischer Director des Museums und Prof. Max Risselada  von der TU Delft kuratiert. Der Schwerpunkt von “Arquitetura de Lelé: fábrica e invenção”liegt zum Einen auf den Fußgängerbrücken in der Stadt Salvador, die den Menschen den Zugang an das öffentliche Verkehrsnetz ermöglichen und gleichzeitig die durch die Straße getrennten Stadtteile miteinander verbindet. Zum Anderen der richtungsweisenden Planung und Realisierung einer Reihe von Krankenhäusern und Reha-Zentren für Menschen mit Behinderung im Nordosten Brasiliens sowie der Schaffung der dafür notwendigen Produktionsketten unter der Schirmherrschaft Sarah Kubitscheks.

Erstmals wurde die beeindruckende Ausstellung 2010 im Museu da Casa Brasileira in Sao Paulo gezeigt. Das ehemalige NAi in Rotterdam präsentierte 2012 eine überarbeitete Fassung, für die neue Modelle an der Architekturfakultät in Delft hergestellt wurden, als Co-Kurator wirkte Jorn Konijn bei dieser Ausstellung mit. Vom 15. Januar bis zum 26. Februar 2015 wird die Ausstellung nun auch im Kölner AIT-ArchitekturSalon zu sehen sein. Im Anschluss daran wandert sie nach Hamburg, wo sie im Frühjahr 2015 im dortigen AIT-ArchitekturSalon gezeigt wird.

Ausstellung:             João Filgueiras Lima – Lelé
                                    A Culture of Materials and the Art of Production

Vernissage:       22. Januar 2015 | 19:30 Uhr
mit Vorträgen von Prof. Max Risselada, Kurator, Miriam Lerner und Giancarlo Latorraca, Direktoren des Museu da Casa Brasileira

Ausstellungsdauer:       19. Januar bis 26. Februar 2015

Öffnungszeiten während der PASSAGEN 19.-25. Januar 2015:
Mo-Sa 11-21 h
So        11-18 h

Anmeldung zur Vernissage an Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.