STRÄHLE - RÄUME!

STRÄHLE - RÄUME!

Salonpartner - diese Unternehmen engagieren sich für die Baukultur, Teil 2

Eine Trennwand ist keineswegs eine simple Angelegenheit, sondern Vertrauenssache – und
deshalb setzen Architekten gerne auf jenen schwäbischen Mittelständler, der seine Architekturkompetenz
seit vielen Jahren in zahlreichen Bürohausprojekten beweist. Seit der
Gründung der AIT-ArchitekturSalons ist das Unternehmen auch Partner von Deutschlands
großer Architekturgalerie. An dieser Stelle porträtieren wir mit der Strähle Raum-Systeme
GmbH ein ganz und gar ungewöhnliches Unternehmen.

Eine Trennwand ist keineswegs eine simple Angelegenheit, sondern Vertrauenssache – und deshalb setzen Architekten gerne auf jenen schwäbischen Mittelständler, der seine Architekturkompetenz seit vielen Jahren in zahlreichen Bürohausprojekten beweist. Seit der Gründung der AIT-ArchitekturSalons ist das Unternehmen auch Partner von Deutschlands großer Architekturgalerie. An dieser Stelle porträtieren wir mit der Strähle Raum-Systeme GmbH ein ganz und gar ungewöhnliches Unternehmen.

Die Branche der Büromöbelhersteller – und Trennwandsysteme zählen wir hier einfach mal dazu – wird immer übersichtlicher. Denn die Internationalen Konzerne verleiben sich stetig neue Marken ein. „Konzentration“ nennt sich dieser Prozess. Was bleibt, sind wenige global agierende „ganz Große“ und einige national oder europäisch ausgerichtete „Mittelgroße“. Gerade diese sind es jedoch, die in architektonisch anspruchsvollen Projekten ihre wirklichen Stärken ausspielen. Und Strähle gehört hier zu den Vorzeigefirmen – mit einem fast schon an ein Alleinstellungsmerkmal grenzenden Vertrauensvorschuss bei Architekten. Ein solches Vertrauen läßt sich indes nicht erkaufen. Es muss in langer Arbeit aufgebaut und in vielen persönlichen Kontakten immer wieder aufs Neue bewiesen und vertieft werden.

Strähle (der echte Schwabe – und damit auch der Autor dieser Zeilen – spricht den Firmennamen mit drei kehligen und aufeinanderfolgenden „ä“ aus), ist ein durchaus landestypisches Unternehmen. Vor 100 Jahren vom Großvater des jetzigen Inhabers als Schreinerei gegründet, wurde es in der dritten Generation in einen industriellen Maßstab überführt und durch bahnbrechende Erfindungen zu dem, was man heutzutage als Innovationsführer bezeichnet. Werner Strähle entwickelte zuerst eine modulare und versetzbare Systemwand auf Basis von Holzrahmenelementen. Diese „Strähle-Wand“ wurde zum Verkaufsschlager. 1986 wurde dann sein aus einem Stück gewalztes Stahlprofil patentiert – das Kernelement der neuen Systemwand, die mit verschiedensten einzuhängenden Modulen jedem organisatorischen, funktionalen und architektonischen Anspruch angepasst werden kann. Heute sind Strähle-Wände regelrechte Hightech-Produkte und werden im Zuge integraler Gebäudeplanung immer mehr zu Trägern von Gebäudetechnik. Die Namen der Architekturbüros, mit denen Strähle zusammenarbeitet, sind beeindruckend, die Liste der Referenzen ist lang. Allein entscheidend sind jedoch nicht die modernen Fertigungsstätten im Stuttgarter Umland und in der Berliner Peripherie oder die neu eröffnete Trennwand-Ausstellung am Firmensitz in Waiblingen. Beeindruckend ist auch der Umgang, den Werner Strähle mit Partnern und Kunden pflegt. Die „gute und faire Zusammenarbeit“ beschere dem Unternehmen nicht nur immer wiederkehrende Auftraggeber, sondern rege auch die Innovationsprozesse in seinem Unternehmen an.

Die seit Jahrzehnten kultivierte Fähigkeit, Architektur nicht nur mit Produkten auszustatten, sondern „mit zu denken“ macht Strähle aus. Die daraus entstehenden Anforderungen werden innerhalb der verschiedenen, miteinander kompatiblen Modulsysteme gelöst oder in Sonderentwicklungen. Diese Kernkompetenzen des Unternehmens wurden auf Dauer gesichert, denn die nächste Generation ist schon aktiv. Der ältere Sohn, Paul Strähle, Architekt mit fünf Londoner Berufsjahren, ist seit 2009 Mit-Geschäftsführer, der jüngere Sohn, Florian, verantwortet als Betriebswirt das Marketing. Die oben beschriebenen Eigenschaften der Strähle-Wände können in den AIT-ArchitekturSalons überprüft werden. Denn in den Produktausstellungen sind die modernsten Trennwandlösungen zu sehen. Und wer die Strähles oder deren kompetente Mitarbeiter persönlich kennenlernen möchte, der hat dazu bei vielen Veranstaltungen in den AIT-Salons die Gelegenheit.

Von Dietmar Danner

 

Salon-Partner im Gespräch

Zahlreiche Unternehmen unterstützen die AIT-ArchitekturSalons als verlässliche Partner und beweisen damit, dass ihnen an der dauerhaften Förderung der Baukultur gelegen ist. An dieser Stelle in den AIThesen präsentieren wir diese Marken. Dieses Mal führen wir unser Gespräch mit Werner Strähle (WS) von Strähle Raumsysteme .

Als architekturaffiner Trennwandhersteller sind Sie näher an der Gegenwartsarchitektur als viele andere Unternehmen. Schlagen neue Gestaltungsansätze im Hochbau immer auch auf den Innenraum durch? Oder kommen diese bei den Anforderungen an die Trennwände nur noch in abgeschwächter Form an?

WS: Wir stellen fest, dass die neuen Gestaltungsansätze im Hochbau sich auch im Innenausbau ganz deutlich durchsetzen. Bei der Gestaltung der Fassade wird größtmögliche Transparenz bevorzugt, d. h. großzügige Fensterflächen, großzügige Rasterteilungen. Diese Formensprache wird auf die Innenwandsysteme übertragen, d. h. sehr viele Flurtrennwände sind als Ganzglaslösungen gefordert, filigrane Türzargen usw. Die Zwischenwände werden häufig durch Glasschwertanschlüsse auch transparent an die Fassade angeschlossen, auf der anderen Seite ebenso durch Glasschwertanschlüsse transparent an die Flurtrennwand. Die Innengestaltung der Büroräume soll eine großzügige Offenheit vermitteln, teilweise auch durch offene Spacebereiche, die nicht durch Raum- oder Wandsysteme mit Raum- und Türelementen unterteilt werden, sondern durch Wandscheiben, die offene Zonen zu den Fluren schaffen.

Trennwände werden immer mehr zu Trägern von Haus- und Elektrotechnik. Wann wird diese Tendenz ihren Höhepunkt erreichen?

WS: In gleicher Weise hat sich der Anspruch an die multifunktionalen Eigenschaften der Wandsysteme deutlich erhöht. Zusätzlich zu den bestehenden Forderungen an Schall- und Brandschutz werden heute in die Wandsysteme vor allem Absorptionselemente integriert, um die akustische Befindlichkeit zu verbessern, aber auch Klimasysteme oder integrierte Beleuchtungsflächen werden gefordert. Gerade im Hinblick auf Akustik und Absorption werden die Anforderungen an die Wandsysteme erhöht, da Absorberflächen in den Trennwandflächen angenehmer wahrgenommen werden als abgehängte Deckensegel und ähnliche zusätzliche Absorptionsmaßnahmen. Auch im Hinblick auf den Schallschutz werden bei verglasten Systemen die Anforderungen etwas reduziert.

Es ist festzustellen, dass diese neue Gestaltungstransparenz ganz wesentlich dazu beiträgt, dass solche Gebäude besser nutzbar und vermietbar sind als ältere Gebäude, die diese Helligkeit und Transparenz nicht bieten. Das wiederum hat zur Folge, dass bestehende Bürogebäude im Inneren saniert werden müssen. Im Hinblick auf unseren Tätigkeitsbereich ist es eine erfreuliche Entwicklung, dass auch in Bestandsgebäuden
neue, weiterentwickelte und transparente Trennwandsysteme eingebaut werden.

Sie sind auf dem Weg in die Internationalisierung. Sind komplexe Trennwandsysteme für jede Architektur und jeden Markt geeignet oder suchen Sie künftig auch lokal angepasste Lösungen?

WS: Im Hinblick auf die Internationalisierung stellen wir fest, dass der qualitative Anspruch an die Wandsysteme sich europaweit erhöht hat. Früher war es so, dass qualitativ hochwertige Systeme vor allem in Deutschland, Österreich und der Schweiz eingesetzt wurden. Wir stellen nun fest, dass gerade auch in anderen europäischen Ländern wie Großbritannien, Frankreich, Luxemburg, Italien, Niederlande usw. der Anspruch an eine höhere Qualität besteht. Dies wiederum bietet Chancen für Hersteller, wie wir es sind, dass höherwertige Systeme auch zum Einsatz kommen und auch entsprechend geschätzt werden. Es schließt jedoch nicht aus, dass lokal angepasste Lösungen in einer soliden Grundkonstruktion mit reduzierten Eigenschaften ebenfalls gefordert werden.

Von Dietmar Danner