Blog | Michael Fehringer

April 2017

Visualisierung

Egal ob Idee oder Entwurf, das was man in seinem Kopf entwickelt, muss man seinem Gegenüber - sei es Dozent oder Kunde - so gut wie möglich veranschaulichen und entsprechend darstellen. Deshalb ist es mir wichtig, mich immer wieder mit neuen Techniken und Programmen zu konfrontieren und meine Skills zu verbessern.

Gerade das viele unterschiedliche Feedback, das ich auf die Bearbeitung und Visualisierung von Projekten, die im Rahmen der universitären Ausbildung entstehen, aber auch bei Entwürfen, die anschließend real umgesetzt werden, erhalte motiviert mich. Zudem hilft es dabei, immer bessere Darstellungen erzielen zu können.

Trotz allem bin ich nach wie vor auf der Suche nach dem (für mich) am besten geeigneten Programm.

 

   

Visualisierungen:
Neugebäudeplatz St. Pölten   |   Innenraum   |   Container-Schauraum (Konzept-Entwurf)

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März 2017

Fassade

Eine Ehemalige Einkaufsmall, welche nach einer zwanzig jährigen Leerstehphase nun durch einen neuen Bauherren wiederbelebt und neu gestaltet werden soll bildet den Grundstein für dieses Projekt. Dabei liegt das Augenmerk auf einer völlig verkommenen Fassadengestaltung welche durch in die Jahre gekommene Wascbetonplatten geformt wird. Dabei soll sich der Entwurf jedoch nicht nur mit der eigentlichen Abgrenzung nach Außen beschäftigen, sondern auch den angrenzenden Vorplatz mit in Betracht ziehen.

Die Fassade, die man im Istzustand als zweidimensionale, gerade Wand wahrnimmt und Passanten eher abstößt als diese anzieht wird durch Rücksprünge aber auch Vorsprünge mit dem Geh- Fluss des Vorplatzes verzahnt. Dadurch wird bildet sich eine Raumschaffende, dreidimensionale Fassade. Ausgangspunkt für den Entwurf bildet der Barcode, welcher in einer Einkaufsmall in allen Bereichen zu finden ist. Durch abstrahieren dieser unterschiedlich breiten Striche, welche in weiterer Folge zu Raumbildenden Elementen werden, bilden neben einer Überdachung auch Schaufenster, Eingänge aber auch Sitzmöglichkeiten und Platz für eingebauten Mülleimer. In weiterer Folge wird das System des Barcodes, welcher aus Strichen besteht mit direktem Anschluss an die Fassade am gesamten Vorplatz fortgeführt. Um ein weiteres Verbinden des Strichcodes mit seiner Umgebung zu erreichen, werden Formen teilweise aus dem Boden in die Höhe gezogen aber auch teilweise in den Boden versenkt.


Ansicht Fassade


Segmente-Fassade

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Februar 2017

Kroatien

Ein Land, das durch den Tourismus geprägt wurde und als Top-Reiseziel in den Sommerferien gilt, zeigt sich im Landesinneren von einer gänzlich anderen Seite. Dadurch, dass die Familie meiner Freundin aus Kroatien stammt, besuchten wir alle noch dort lebenden Familienmitglieder beziehungsweise Verwandte und ehemalige Nachbarn.


Wohnhaus in Čigoć

Umso weiter wir in das Landesinnere gelangten, desto deutlicher und vor allem sichtbarer wurde die vergangene Geschichte, verbunden mit dem Krieg. Häuser stehen teilweise zerbombt, zerfallen oder durchlöchert in der Landschaft. Wohnhäuser die noch den Anschein von Hütten mit sich bringen und sich augenscheinlich kurz vor dem Zusammenbrechen befinden, stehen unter Denkmalschutz und dürfen nicht einfach abgerissen werden.


Steinerne Blume in Jasenovac - Denkmal für die Opfer des Konzentrationslagers

Somit leben die Einheimischen in solch weit von unserem Standard entfernten Umgebungen. Die Armut ist deutlich ablesbar. Nichtsdestotrotz schaffen sich die Menschen in dieser schwierigen Situation und ohne wirkliche finanzielle Mittel ein angenehmes Umfeld.

Ein Lichtblick für mich war die Herzlichkeit und Fröhlichkeit dieser Menschen, die teilweise weit über die in unseren Breiten hinausgeht.

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Januar 2017

Auszeit

Sich neben all dem Stress und den vielen Arbeitsstunden, die man für das Studium aufwenden muss, eine Auszeit zu nehmen, sehe ich als äußerst wichtig. Dabei spielt natürlich auch dieses Stipendium eine entscheidende Rolle, da man sich durch diese finanzielle Unterstützung auch wirklich nicht um das für einen Studenten im Mangel Vorhandene (Geld) kümmern muss.


Verschneite Landschaft auf der Postalm in Österreich

Aufgrund meines Wohnortes auf dem Land begebe ich mich dadurch sehr gerne in meiner Freizeit in die Berge. Auch die Jahreszeit Winter hilft mir dabei einen kühlen Kopf zu bewahren und durch die frische, klare Luft Abstand vom stressigen Studentenleben nehmen zu können.

Spaziergänge entlang verschneiter Landschaften und Pisten sowie das Bewundern von Naturereignissen bilden dabei den Kontrast zu Ideenentwicklungen und Konzepterklärungen. Sich über einen großen See zu bewegen, ohne dabei nass zu werden, war dabei ein komisches, aber tolles Gefühl.


Zugefrorener Wolfgangsee

Diese Auszeit hilft mir dabei, das kommende letzte Semester des Bachelor-Studiengangs mit Elan zu starten und somit innovative, neue Ideen entwickeln zu können.

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November 2016

Colour Up

Dieses konstruktive Entwurfsprojekt hat zur Aufgabe, einen temporären Pavillon im Innenhof der New Design University in St. Pölten zu entwickeln.

In die Öffnung des Hofes wird ein temporäres Gebäude platziert, das multifunktional verwendet werden kann. Die Nutzungsmöglichkeit reicht von Präsentationsflächen für Studenten bis hin zu einem Aufenthaltsort für Schüler sowie Lehrende.

   

Die Außenhülle wird dabei durch Quadrate gebildet, die durch das Einfügen von Diagonalen in vier Dreiecke unterteilt werden. Diese Paneele werden an den jeweiligen Mittelpunkten abwechselnd nach innen und außen gedrückt. Zusätzlich dazu erzeugt eine spezielle Folie, die je nach Betrachtungswinkel farbverändernd ist, das unverkennbare Aussehen des Bauwerks.

Die thermische Trennung erfolgt über eine zweite Glasschicht, die durch Spezialprofile befestigt wird.

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Oktober 2016

Moodboard

Der Kauf einer neuen Umgebung, einer neuen Wohnung hängt mit vielen Entscheidungen zusammen. Viele verschiedene Aspekte müssen besprochen und entschieden werden.Ein noch nicht realerRaum sollsomit dem Kunden so gut wie möglich veranschaulicht werden, um schlussendlich zu einem Verkaufsabschluss zu führen.

Deshalb verwenden wir genau diesen, noch nicht realen Raum und machen ihn zu unserem Ausgangspunkt. Dieserfiktive Bereichwird durch ein Konkretisieren der möglichen Entscheidungen, die einem Kunden angeboten werden, immer dichter und diskreter, somit immer mehr zu einem realen, dem Kunden besser vorstellbaren Raum.

Dieser unreale Raum wird im Konzept durch ein „Raum im Raum“-System, das aus einem Stahlrahmengerüst besteht, gebildet. Die noch nicht sichtbaren Wände werden durch unterschiedliche Materialen, welche wie ein Moodboard an diesem Stahlgerüst abgehängt werden können, zu raumbildenden Elementen. Der Eingangsbereich, der auch den Anspruch einer Schleuse zwischen äußerer und innerer Umgebung mit sich bringt, wird durch einen langen, informationsreichen Gang geformt. Dieser eher dunkel ausgeführte Bereich soll die Grenze zwischen diesen beiden Umgebungen verschleiern, indem er am Ende des Ganges ins helle Licht führt.

"Das Licht am Ende des Tunnels"


3D-Visualisierung-Präsentationscontainer - Tag


3D-Visualisierung-Präsentationscontainer - Nacht

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September 2016

Marke Eigenbau

Aufgrund der Tatsache, dass ich in einer Tischler-Familie aufgewachsen und großgeworden bin, erlernte ich den Umgang mit Holz und dem Tischlerhandwerk schon in meiner Kindheit. Dieser Vorteil wurde mir auch in meiner Ausbildung deutlich bewusst.

Da mein eigenes Zimmer bereits in die Jahre gekommen war und nicht mehr meinen Ansprüchen gerecht wurde, entschloss ich mich, dieses neu zu planen und auch eigenständig zu bauen. Dabei war es wichtig, einen Raum der von Dachschrägen beherrscht wird, optimal auszunutzen, um das Zimmer nicht nur als Schlafmöglichkeit, sondern ebenso als Wohnbereich nutzen zu können.


So tischlerte ich in meiner Freizeit (neben dem Studium) meinen neuen Wohn-Schlafbereich.

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August 2016

Presshaus

"Presshaus" ist ein konstruktives Entwurfsprojekt als Teil einer realitätsbezogenen Aufgabe mit einem realen Bauerherrn. Das Augenmerk lag neben Konzept und Entwurf auf der Entwicklung von technischen und konstruktiven Detaillösungen unter Berücksichtigung von ökologischer Materialauswahl.

Der Fokus der Aufgabenstellung bezog sich auf die Planung eines Seminarhauses: Der Bauherr plante sein 500 Jahre altes Presshaus als Ort für Yogaseminare, Workshops sowie Musik- und Kunstausstellungen in ein neues Kleid zu hüllen. Dabei sollten die Hauptcharakteristika des alten Gebäudes erhalten bleiben, der moderne Aspekt jedoch nicht vergessen werden. Eine ehemals vor Ort genutzte Mostpresse kann als Schaustück genutzt werden.

Unter Berücksichtigung aller Wünsche des Bauherrn haben wir unseren Entwurf möglichst ressourcenschonend und platzsparend angelegt. Schon beim Betreten des Komplexes präsentiert sich in einem Schaufenster die alte Mostpresse. Rücksichtnehmend auf das Gebäude bleiben die bestehenden Steinmauern erhalten. Der Entwurf beinhaltet eine Rezeption, Lager, zwei Schlafzimmer, Küche sowie einen großzügiger Seminarraum.